Spitzbogen

Eine seit der Gotik eingesetzte Bogenform die im Gegensatz zum Rundbogen näher am Kräfteverlauf liegt und so größere Fenster ermöglicht hat.

Seitenschiff

Vom Hauptschiff an den Seiten durch Säulen oder Pfeiler abgetrennte Räume. Zusammen mit dem Hauptschiffen bilden die beiden Seitenschiffe das Langhaus.

Säule

Lotrechte Stütze, die im Gegensatz zum Pfeiler einen runden Querschnitt hat.

Rundbogen

Von den Römern für Ihre Bauten eingesetzte Bogenform. Auch in der Romanik verwendete man diese, bis in der Gotik Spitzbögen wegen ihres besseren Kräfteverlaufs bevorzugt wurden.

Romanik

Kunstgeschichtliche Epoche von ca. 1000 bis 1200 nach Christus. Die Romanik ist die erste richtige Kunstepoche nach dem Niedergang des römischen Reiches und der Antike. Charakteristisch für kirchliche Bauten aus der Romanik ist der Rundbogen, sehr dicke Mauern und extrem kleine Fenster. Dies hat den Grund, dass Kirchen im dunklen Mittelalter eine Schutzfunktion für die Bevölkerung hatten. Entsprechend waren dicke Mauern (vor allem beim Westwerk) bei einem Angriff nützlich.

Bei solch dicken Mauern sind nur kleine Fenster möglich, die zudem auch nur im oberen Bereich der Mauer zu finden waren. Die Kirchgänger saßen deshalb regelrecht im Dunkeln. Das durch die Fenster fallende Licht beleuchtete nur den oberen Raum. Symbolisch betrachtet sagt dies aus, dass der Mensch nichtig ist und nur zu Gottes Licht (Licht wurde mit dem Göttlichen gleichgesetzt) hochblicken kann.

Renaissance

Renaissance bedeutet Wiedergeburt und bezeichnet die Wiederentdeckung der Antike nach dem dunklen Mittelalter. Die Bewegung der Renaissance setzt im 14. Jahrhundert ein und ist im 15. Jahrhundert manifestiert.

Kulturgeschichtlich liegt die Renaissance zwischen der Gotik und dem Barock.

In der Architektur verlangte es die Architekten der Renaissance getreu ihrem Vorbild aus dem alten Griechenland oder Rom nach Harmonie. Man orientierte sich generell an den idealen geometrischen Formen Quadrat und Kreis.

Anders als in der Gotik, wo die Bauwerke nach oben strebten, betont man jetzt die Horizontale.

Querschiff

Ein oder auch mehrere rechtwinklig zum Hauptschiff verlaufende Schiffe in der Kirche. Das Querschiff (mehrere sind selten) ist in der Regel vor dem Chor angelegt und erzeugt die Kreuzform des Kirchengrundrisses.

Querhaus

Andere Bezeichnung für das Querschiff.

Pilaster

Eine anscheinend halb in der Wand befindender Pfeiler. Verhält sich zum Pfeiler genauso wie die Halbsäule zur Säule.

Pfeiler

Lotrechte Stütze, die im Gegensatz zur Säule einen runden Querschnitt hat.

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